[tt] Wer die Wahl hat, hat die Qual. Es gibt zahlreiche Content Management Systeme. Wir als überzeugte TYPO3-Agentur bieten für Websites – auch mit komplexeren Strukturen, mehreren Ebenen und Sprachen, umfangreicher Rechtevergabe und weiteren typischen Anforderungen eines Unternehmens – gerne TYPO3 als Content Management System an. Aber ist das auch für unseren Blog das Richtige? Wir haben Funktion und Voraussetzung entscheiden lassen.

Die Gegenüberstellung
TYPO3 – seit 2001 auf dem Markt – ist ein Open Source CMS, das sehr umfangreich ist und sich somit für große Internetplattformen, Marktplätze und Portallösungen anbietet. Es bietet eine individuell skalierbare Benutzeroberfläche. Ist TYPO3 erst mal installiert und konfiguriert, ist die weitere Bedienung relativ einfach, wobei bei der Installation doch Fachwissen notwenig ist.
WordPress – seit 2003 auf dem Markt – ist (ursprünglich) ein Weblog-Publishing-System und entwickelt sich immer mehr zum CMS. Sein Einsatzgebiet: Websites, die häufig aktualisiert werden, auch einfache Firmenwebsites sind kein Problem mehr und natürlich Blogs.

Eine Übersicht (basierend auf Daten von CMS Crawler) macht schon einmal die Verhältnisse in Sachen Marktanteil deutlich:
marktanteile

Was für uns entscheidend war: Intuitive Bedienung, simple Erstellung und Pflege der Inhalte, ansprechende und editierbare Themes, suchmaschinenoptimierte Artikel und ein System, welches mit Hilfe der großen Community kontinuierlich weiterentwickelt wird. Nehmen wir also die beiden Systeme noch etwas genauer unter die Lupe …

Installation
Hier verhält sich WordPress sehr unkompliziert, so dass der Vorgang vom Download bis zum Bloggen 5 Minuten oder weniger dauert, denn der Anwender wird Schritt für Schritt durch die Installation geführt und kann im Grunde genommen nichts falsch machen.
Die Installation von TYPO3 ist genauso einfach, jedoch muss man hier etwas mehr Zeit mitbringen, da die Frontendausgabe erst mühsam konfiguriert werden muss und Extensions installiert werden müssen. Die größte Hürde stellt wohl TypoScript dar, eine eigens in TYPO3 verwendete Sprache zur Steuerung der Inhalte und deren Ausgabe.

Backend und Bedienung
WordPress ist hier sehr intuitiv und aufgeräumt. Man kann mit zwei Klicks alle wichtigen Funktionen erreichen. Hier gibt es eine klassische Backendansicht: Menü links und zu bearbeitender Inhalt rechts.
TYPO3 teilt das Ganze in drei Spalten: links die TYPO3 eigenen Menüs für die Administration, in der Mitte die Baumstruktur der Website und rechts der Inhalt. Hier muss man wissen, dass durch den Klick der Menüpunkte links und der Auswahl der Seiten in der Mitte andere Inhalte bzw. Möglichkeiten auf der Spalte ganz rechts entstehen.

Inhaltserstellung (Beiträge)
Die Inhaltserstellung ist bei WordPress denkbar einfach: Ein Klick auf den Button „Neuen Beitrag erstellen“ genügt und schon kann es los gehen. Es gibt ein Titel- und ein Inhaltfeld, zudem können Bilder und andere Medien eingefügt, Schlagworte, Kategorien und Verfasser festgelegt und weitere Optionen eingestellt werden. Eine Suchmaschinen-Optimierung gibt es bei WordPress standardmäßig.
TYPO3 ist auch hier ein wenig schwerfälliger, hier müssen erst noch ein paar Handgriffe erledigt werden. Neben der Installation einzelner Extensions und deren Konfiguration muss auch das Layout jeder Extension angepasst werden, um das gleiche Ergebnis wie WordPress zu erzielen.

Social Media
Die Ausrichtung auf soziale Netzwerke ist bei WordPress Standard. Optionen wie Share-Funktionen für Beiträge, Lokalisierung, Like-Anzeige und einiges mehr werden bei WordPress direkt mitgeliefert. Suchmaschinen-Optimierung ist genauso im WordPress-Standard vorhanden, wie das automatische Veröffentlichen der Beiträge auf Sozialen Netzwerken – alles ohne großen Aufwand.
TYPO3 muss man diese Dinge erst „beibringen“. Der Aufwand darf nicht unterschätzt werden, denn auch hier müssen wieder einige Extensions installiert und konfiguriert werden.

Einarbeitung
Die Einarbeitung in das quelloffene CMS und die WordPress-Programmierung erfolgen relativ schnell, so dass innerhalb kürzester Zeit auch komplexere Projekte umgesetzt werden können.
Bei TYPO3 muss man sich zunächst den kompletten Zusammenhang des Systems zu Gemüte führen, ein wenig TypoScript erlernen, Extensions verstehen usw. Das kostet Zeit und verursacht nicht zuletzt auch Kosten.

Benutzerrechte und -rollen
Das integrierte Benutzersystem bei WordPress macht eine Rechtevergabe durch Rollen möglich, die einzelnen Benutzern zugewiesen werden können. Diese Rollen haben Befugnisse, wie z. B. „Beiträge bearbeiten“ und „Plug-Ins aktivieren“, durch die bestimmte Aktionen erlaubt werden. Leider ist die Rechtestruktur der Rollen vorgegeben und so hat jede Benutzergruppe vordefinierte Rechte. Eine Differenzierung in beliebig viele Benutzertypen ist erst einmal nicht möglich.
TYPO3 kommt mit einer mächtigen Benutzerverwaltung um die Ecke, in der man hochkomplexe Benutzerrollen und -rechte verteilen bzw. auch komplette Workflows realisieren kann. Beispielsweise sind mehrstufige Freigabeprozesse kein Problem.

Themes
Für die grafische Anpassung von WordPress stehen aktuell mehr als 2.000 frei erhältliche Designvorlagen zur Verfügung. Durch den Einsatz der Theme-Technologie werden Design und Programmkern von WordPress klar getrennt. Aufgrund seines PHP-nahen Templatings ist es mit vergleichsweise geringem Aufwand möglich, individuelle Designs zu entwickeln, ohne mit der Programmierung der Software an sich vertraut zu sein.
TYPO3 trennt die nicht so klar. Mit der eigenen TypoScript-Sprache und vielen einzelnen Extensions bzw. dem genutzten cssStyledContent muss man viel Know-how in die Waagschale werfen, um ein ansprechendes Ergebnis zu erzielen. Vorgefertigte Themes gibt es für TYPO3 leider nur sehr wenige.

Community
Die sehr große und aktive WordPress-Community sorgt für eine rasante und kontinuierliche Entwicklung und bietet eine Vielzahl von freien Plugins, mit denen die Standardinstallation nach Belieben erweitert werden kann. Ob Galerie-, Umfrage- oder Statistikfunktion – es bleiben kaum Wünsche offen.
Die TYPO3-Community ist nicht so stark vertreten und auch Aktualisierungen der Software dauern bisweilen 1 ½ Jahre. An der Anzahl der Extensions von knapp 6.000 im Vergleich zu WordPress mit über 40.000 lässt sich auch ein kleiner Aktivitätsspiegel ablesen.

plugins

Unser Fazit
Aufgrund des simplen und intuitiven Handlings, der vielen Erweiterungen und responsiven Themes, der Suchmaschinenoptimierung, der Flexibilität und nicht zuletzt der Kosten kamen wir als TYPO3-Agentur zu einem überraschend klaren Ergebnis für dieses Projekt: WordPress.

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