[uh] Wer kennt ihn nicht, den „Titan Kahn“… Er würde uns definitiv zustimmen, wenn wir sagen: Rot! Aber das haben wir uns nicht ausgedacht. Denn je nach Erziehung, Psyche und Kulturkreis „erlernen“ wir die Wirkung, die eine Farbe auf uns hat. Assoziiert man hierzulande zum Beispiel Weiß mit einer Hochzeit, so steht es in Japan für Trauer.

Gerade im Bereich der Werbung macht man sich diese Farbwirkung zunutze, denn unser Kaufverhalten wird maßgeblich von Emotionen beeinflusst. Man sollte sie methodisch und konsequent einsetzen. Werbeerfolg lässt sich so optimieren und die beabsichtigte „Botschaft“ zum „Empfänger“ besser transportieren, denn Farbe ist ein Informationsträger.

Hier ein paar Beispiele, was wir mit bestimmten Farben verbinden:

weiss
Weiß:
Sauberkeit, Reinheit, Ordnung, Unschuld, Leichtigkeit
grau
Grau:
Seriosität, Zurückhaltung, Kompetenz, Nüchternheit
schwarz
Schwarz:
Trauer, Pessimismus, Funktionalität, Eleganz, Macht, Status
rot
Rot:
Dynamik, Leidenschaft, Aktivität, Aggression
orange
Orange:
Lebensfreude, Ausgelassenheit, Freude, Spaß, Aktivität
gelb
Gelb:
Optimismus, Lebendigkeit, Freundlichkeit, Heiterkeit
violett
Violett:
Kreativität, Spiritualität, Inspiration
blau
Blau:
Ruhe, Seriosität, Optimismus, Harmonie, Zufriedenheit, Hoffnung, Distanz, Kälte
gruen
Grün:
Frische, Naturverbundenheit, Zuversicht, Ruhe, Entspannung
braun
Braun:
Geborgenheit, Bequemlichkeit, Natürlichkeit, Bodenständigkeit

Je nach Produkt oder Branche werden oft gleiche Farben verwendet. Finanzdienstleister und Versicherungen nutzen die sachlich, vertrauenswürdige und seriöse Wirkung von Blau, während bei Discountern auffällig oft die aktive Farbe Orange im Einsatz ist, die Freude und Spaß suggeriert.

Um die Werbeabsicht mit Farben maßgeblich zu unterstützen, sollte man sich also vorab überlegen:
Welche Zielgruppe will ich ansprechen? Welche Aussage will ich machen?
Welchen Eindruck soll der Empfänger bekommen?

pinsel

2009 hat der Fast-Food-Gigant McDonald’s sein Image neu positioniert und sein Logo von Gelb-Rot auf Gelb-Grün umgestellt. Man gibt sich neuerdings natürlich, gesundheits- und kalorienbewusst.

Dieser Farbwechsel ist nichts anderes als Marketingstrategie, ein Mitschwimmen auf der „grünen“ Welle, eine vermeintliche Verneigung vor unserer Umwelt. Plötzlich sind Öko, Gesundheit, Nachhaltigkeit, Recycling und Klimawandel für den Abfallverursacher ein Thema. Was grün und umweltbewusst ist, kann nicht schlecht sein und muss auch vom Konsumenten als durchweg positive Botschaft aufgenommen werden.

Fraglich ist allerdings, ob McDonald’s damit glaubwürdig sein etabliertes Image ändern kann. Fast-Food-Konsum mit Einwegverpackungen lässt Müllberge wachsen und ist alles andere als nachhaltig und gesund – das ändert sich auch nicht durch den waldgrünen Anstrich!

Wie so oft gilt also auch hier: Lass Dir nicht das Blaue vom Himmel versprechen, aber mal auch nicht alles schwarz – dann ist doch alles im grünen Bereich! 😉

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