[nk] Oft sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht, wenn man auf der Suche nach einem bestimmten Bild ist. Man hat es genau vor Augen, kommt aber einfach nicht mehr darauf, wie es heißt, wo man es abgelegt hat oder unter welchem Datum man es finden könnte.

Um genau hier den Überblick nicht zu verlieren, ist es in bestimmten Fällen (gerade für Unternehmen, die ein breites Produktspektrum haben) sinnvoll, sich mit dem Thema MAM-System zu beschäftigen. Denn ist so ein System erst einmal zentral installiert, benötigt man, neben der Zeit für die Datenpflege zur weiteren Nutzung meist nur noch einen Web-Browser.

MAM steht für Media Asset Management und zählt zu den Content Management Systemen. Es ist ein System, das digitale Assets (Dateien) verwaltet und in diesem Zug auch eine Art Suchmaschine für jegliche Dateien, die darin gepflegt werden. Es ist also mehr als eine reine Bilddatenbank.

Damit die Suche optimal funktioniert, werden die Assets mit Metadaten angereichert, die dann als Schlagworte bzw. Suchkriterien dienen. Für ein Buch wären sinnvolle Metadaten z. B. der Name des Autors, die Auflage, das Erscheinungsjahr, der Verlag und die ISBN. Je mehr Metadaten ein Asset enthält, desto besser ist die Aussicht auf eine erfolgreiche Suche.

Hier zählt’s, denn ein Boxer ist nicht gleich ein Boxer …

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Boxer oder Boxer? Angelegte Metadaten verhelfen zum passenden Suchergebnis.

Wurde beim Anlegen der Metadaten gegeizt, bekommt man bei der Suche nach „Boxer“ diese beiden Prachtkerle angezeigt. 😉 Gibt man dem Herren links aber noch die Schlagworte „Sportler“, „Mann“ und „Boxhandschuh“ und dem Hund rechts „Tier“, „Fell“, „Halsband“, so bekommt man direkt das passende Ergebnis, wenn man diese jeweils in der Suche verwendet.

All das gilt nicht nur für Bilder, sondern für viele digitale Formate von Video über Text, bis hin zu Audio- und PDF-Dateien.mam_var_web_print

Ob Web oder Print: Das MAM-System hat das passende Derivat parat.

Ein MAM-System ist viel mehr als eine Suchmaschine. Durch eine zentrale Speicherung wird eine Dopplung der Assets vermieden. Für einen crossmedialen Ansatz wird immer nur die beste Qualität eines Assets abgelegt. Zum Beispiel ein Bild in Druckqualität, also mit einer Auflösung von 300 dpi. Benötigt man dieses, aber nur für einen Web-Auftritt, wird hierfür ein Derivat (eine Variante) mit 72 dpi auf Knopfdruck erzeugt und bereitgestellt. Da solche Aktionen im System hinterlegt werden können, erfolgen sie vollautomatisch und haben den Vorteil von immer gleichbleibender Qualität der erstellten Derivate.

Möchte man seinem Kunden bestimmte Assets zum Download bereitstellen, geschieht dies per Warenkorb. Hierfür bekommt er dann einen Link, unter dem die Assets heruntergeladen werden können. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit, Wasserzeichen auf Bildern zu platzieren, um eine unerwünschte Verwendung zu vermeiden.

In einem MAM-System lassen sich auch Benutzerrechte abbilden. Sie haben den Vorteil, dass jeder nur die Assets sehen und bearbeiten darf, für die er auch die Berechtigungen hat. Will man beispielsweise Bilder für eine Werbekampagne verwalten, so dürfte ein Dienstleister diese zwar ins MAM-System einstellen, per Benutzerrecht könnte man aber festlegen, dass nur der Projektmanager diese auch freigeben darf.

Wie man bis hierhin schon erahnen kann, gibt es zig verschiedene Funktionen, die aber nicht für jeden relevant sind. Deswegen sollte man die gewünschten Features priorisieren und nach diesen Vorgaben das passende MAM-System auswählen. Denn unter den zahlreichen Anbietern, hat jeder seine Vorzüge.

Apropos Vorzüge – die eines MAM-Systems haben wir für Euch noch einmal zusammengefasst.

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