[nk] Der Wecker klingelt, man rollt sich aus dem Bett – aufstehen! Wer mag das schon? Stell Dir vor, es steigt Dir aus der Küche schon der Duft von leckerem Kaffee und frischem Toast in die Nase … Dann hast Du entweder einen vorbildlichen Partner, der Dir bereits Frühstück macht oder Gegenstände, die miteinander kommunizieren und so das Leben erleichtern. Das ist eine von vielen Möglichkeiten, die das Internet der Dinge bietet.

Schon seit Jahren wird viel darüber geredet, aber was ist das eigentlich? Es meint, dass Dinge bzw. Gegenstände im Alltag miteinander online kommunizieren können. Sie sind vernetzt. Die Kommunikation kommt durch integrierte Sensoren oder Chips in den Gegenständen oder über Softwaresysteme zustande. Bestimmte Daten werden gemessen und in eine Cloud weitergegeben. Dort werden alle Daten verarbeitet und gespeichert, um daraus immer bessere Vorhersagen treffen zu können.

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Das Internet der Dinge kann uns viele Aufgaben erleichtern oder sogar abnehmen.

Momentan ist es häufig noch so, dass alle erfassten Daten ungefiltert an die Cloud geschickt werden – und somit auch die, die nicht relevant sind. Beispielsweise ein Überwachungssensor, der Bewegungen erkennt und nach folgendem Schema Daten munter weitersendet: „Es bewegt sich nichts.“ – „Es bewegt sich nichts.“ – „Es bewegt sich nichts.“ – „Es bewegt sich nichts.“ – „Es bewegt sich nichts.“ – „Bewegung erkannt!“ So entsteht Datenmüll, denn ausschlaggebend für eine Aktion wäre hier nur das Signal „Bewegung erkannt!“. In der Cloud müssen zunächst alle relevanten Daten herausgefiltert und verarbeitet werden. Daher versucht man die Daten schon vor dem Versenden zu filtern und nur noch relevante Daten weiterzuleiten.

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Schon heute werden allerlei Daten moderner Autos durch das Internet der Dinge erfasst.

So oder so, das Internet der Dinge sorgt für einen massiven Datenzuwachs (sie auch Big Data). Auch die Menge der nutzbaren Daten nimmt zu. Gerade in den letzten Tagen mehren sich z. B. Artikel, die über Datennutzung  und -sammlung bei Autos berichten. Denn nicht nur Geschwindigkeit, Position oder Betriebszustand des Motors werden bei modernen Autos erfasst und weitergegeben. Auch die Daten, die ein Gurtstraffer generiert, werden mittlerweile verwertet. Denn wenn der Gurtstraffer öfter aktiv wird, kann man daraus schließen, dass es häufiger zu starkem Bremsen kommt. Daraus wiederum kann man auf ein eher sportliches Fahrverhalten schließen – für Versicherungen sicherlich eine interessante Information. 😉

Aber nicht nur für Versicherungen, Autohersteller etc. kann diese Datengenerierung und -nutzung von Vorteil sein – auch wir können sie für uns nutzen. Nehmen wir noch einmal das Beispiel Auto und das damit verbundene Problem Parkplatzsuche, die einen schon mal in den Wahnsinn treiben kann. In der wöchentlichen Ausgabe von Netzgeschichten (ein YouTube Channel der Deutschen Telekom) wird hier beispielsweise gezeigt, dass diese mit Hilfe des Internet der Dinge auch richtig schnell gehen kann:

Schon heute werden viel mehr Daten generiert und ausgewertet als wir uns vorstellen können. Die Vernetzung der Dinge wird immer mehr zunehmen. Im Fall vom oben genannten Bewegungsmelder könnten Aktionsketten gestartet werden, die wie folgt aussehen: „Bewegung erkannt!“ – „Mache Kontroll-Foto!“ – „Sende Foto an hinterlegte E-Mail-Adresse!“. So wüsste der Besitzer des Melders nicht nur, dass (z. B. in Abwesenheit vor seiner Haustür) etwas passiert, sondern kann es mitverfolgen und einordnen.

Aufgaben können automatisiert werden und wir können uns auf das konzentrieren, was wichtig ist. Ob Smart Lighting, das unsere Straßenbeleuchtung an die Witterung anpasst; Waste Management, bei dem Füllstände der Mülltonnen weitergegeben und somit nur volle Tonnen geleert werden; intelligente Heizungssteuerung, die die gewünschte Temperatur je nach Wettervorhersage angleicht oder vernetzte Herzschrittmacher, die in lebensbedrohlichen Situationen den Notarzt alamieren.

Unser Leben kann in vielerlei Hinsicht bequemer und auch sicherer werden. Damit das alles funktioniert, werden sehr viele Daten von uns gespeichert und verarbeitet, was natürlich auch Nachteile haben kann. Hier stellt sich wieder die Frage nach Datenschutz und -sicherheit. Nur weil ich mich durch ein Fitnessarmband leichter motivieren kann Sport zu machen, möchte ich trotzdem nicht, dass meine Krankenkasse darauf Zugriff hat. Sicher möchte ich auch gerne vor einem Stau gewarnt werden. Aber will ich, dass aus meinen Positionsdaten ein Bewegungsprofil generiert werden kann? Und was, wenn Kriminelle sich Zugriff zu meinen Daten verschaffen und Sie zu Ihren Zwecken missbrauchen? Alles Dinge, die man auch kritisch hinterfragen und abwägen sollte …

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