[tl] Marken leben von Geschichten. Laute Werbung wirkt im modernen superschnellen Informations-Overload kaum noch – und ihre Nachhaltigkeit stößt an Grenzen. Ihre Wirkung versickert einfach im immer größer werdenden Informationsmatsch, durch den wir permanent hindurchwaten. Konsumenten strafen diese Art der Kommunikation immer mehr mit Gleichgültigkeit ab.

Die großen Marken dieser Welt schlagen in ihrer Kundenansprache einen neuen Ton an: Sie lösen klassische Werbung ab und setzen auf aufwändig inszenierte Erzählungen und Geschichten – Markengeschichten, auf Neu-Deutsch: Brand Stories.

Die Brand Story: mehr als nur Verkaufsargumente
Menschen lieben Geschichten. Packende Stories berühren, lösen Emotionen aus und bleiben im Gedächtnis. Eine Brand Story schafft mehr als nur eine gute Storyline zum Verkaufen. Sie erzählt, wofür ein Unternehmen und wofür eine Marke steht und was diese so einzigartig und begehrenswert macht. Eine gute Story zieht Menschen an, schafft Identifikation und Vertrauen und damit die Grundvoraussetzungen für Loyalität – Loyalität für die Marke.

Die Brand Story nutzt auch dem Unternehmen selbst. Sie erzählt, was das Unternehmen tut und warum. Sie zeigt damit intern klarere und schnellere Entscheidungswege für Zukunftsstrategien auf und schafft es einfacher, dass sich Mitarbeiter und Partner mit dem Unternehmen und seiner Geschichte  identifizieren.

Das Storytelling in der Markenführung
Ziel des Storytellings in der Markenführung ist, Marken für Menschen erlebbar zu machen, sie an die Marke heranzuführen und zu binden. Storytelling ist eine eher unaufdringliche, aber viel glaubhaftere Form, Botschaften zu vermitteln – ganz im Gegenteil zur kurzlebigen klassischen Werbung.

Gute Geschichten brauchen vertraute Muster, die sich beständig wiederholen. Menschen lieben Verlässlichkeit und Kontinuität mehr als eine unsichere Zukunft durch permanente Veränderung. Eine starke Marke umgibt sich in ihrer Geschichte deshalb mit Verlässlichkeit und Kontinuität fernab von Trends und kreativem Wahnsinn – und ist damit vor der Unruhe durch Veränderung gefeit. Sie erzählt in ihren Produkten und ihren Leistungen immer die gleichen Geschichten, schafft dafür jedoch einen neuen Kontext.

Richtig erfolgreich wird Storytelling, wenn die Geschichten von innen heraus aus dem Unternehmen und der Marke kommen. Dann sind sie authentisch und einzigartig, nicht aufgesetzt und austauschbar. Bindet man den Kunden mit ein, wird er Teil einer gemeinsamen Geschichte, eines gemeinsamen Erlebnisses. Die Marke sichert sich damit hohe emotionale Werte – und das auf Dauer!

Geschichten erzählen in der digitalen Welt
Die einfache Verbreitungsmöglichkeit in elektronischen Medien ermöglicht es, Markengeschichten (z. B. in Form von Videos) erlebbar zu machen. Elektronische Medien machen es sogar möglich, dass sich Konsumenten an der Geschichte selbst und an ihrer Verbreitung beteiligen. Social Media ist prädestiniert für Storytelling, da Dritte helfen können, eine Brand Story weiter zu verbreiten – vorausgesetzt, die Geschichten sind interessant und/oder spannend genug.

Diese Art des Geschichtenverbreitens ist im Prinzip nichts anderes als die uralte Tradition des mündlichen Geschichtenerzählens in der global vernetzten digitalen Welt.

 

 

 

 

 

 

 

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