[nk/tl/tt/mu] Im September waren wir wieder zu Besuch auf der DMEXCO 2018 (Digital Marketing Exposition & Conference) in Köln, die in diesem Jahr unter dem Motto „Take C.A.R.E.“ stand. Im Vorfeld zur 10. Ausgabe der Messe gab es allerlei Spekulationen, wie die Messe sich dieses Jahr präsentieren würde. Denn schon Anfang November letzten Jahres machte das DMEXCO-Aus von Christian Muche und Frank Schneider Schlagzeilen. Markeninhaber BVDW und Veranstalter Koelnmesse hatten überraschend bekanntgegeben, dass sie und die beiden Berater getrennte Wege gehen. Gefolgt wurde das Ganze von der Entwicklung einer neuen Corporate Identity und neuem Konzept.

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DMEXCO Logo 2009 (links) und 2018 (rechts). [Quelle: DMEXCO]

Neues dynamisches Logo, neue responsive Website und eine ganz neue Herangehensweise: Von der Kongressmesse zum Medium lautet das Ziel. Der User soll das ganze Jahr über mit Content gefüttert und die Messe das alljährliche Highlight werden, auf dem die Community „in echt“ aufeinandertrifft. Hier sollen von nun an auch mehr die Besucher als die Aussteller im Vordergrund stehen. Bessere Orientierung, mehr Service.

Ob das funktioniert hat?

Im Großen und Ganzen ja! Laut Messechef Dominik Matyka ein paar Aussteller weniger (aber noch immer um die Tausend) und ein paar Besucher mehr (insgesamt ca. 41.000; 45 % davon aus dem Ausland) – ein zufriedenstellendes Ergebnis, wenn man bedenkt, dass das DMEXCO-Team doch vor ein paar Monaten noch neu „zusammengewürfelt“ worden war.

„Take C.A.R.E.“

Curiosity – Action – Responsibility – Experience. Das diesjährige Motto war eine Botschaft an die Branche und das Fachpublikum: „Bleibt neugierig! Handelt bewusst! Übernehmt Verantwortung! Schafft Erfahrungen!“. Ein Aufruf die digitale Welt als Unternehmen für den Verbraucher verständlicher und sicherer zu machen, ihn zu begleiten und das Vertrauen zu stärken. Das gilt gerade für eines der Hauptthemen der Messe: Künstliche Intelligenz (KI). Unternehmen müssen versuchen, den Verbrauchern diesese Technologie verständlich zu vermitteln, damit sie vollständig angenommen wird. Die Fachleute sind sich einig: KI ist nicht eine von vielen technischen Entwicklungen, sondern eine, wenn nicht sogar die grundlegende Innovation der nächsten Jahre. Einig ist sich die Fachwelt aber auch darüber, dass es noch einige Zeit dauern wird bis Unternehmen einen konkreten Mehrwert daraus ziehen und sie in vollem Umfang nutzen können.

Was schon seit längerem funktioniert und gerade noch mehr Fahrt aufnimmt, ist ein altbekanntes Thema, was Instagram mit einer Neuerung auf ein weiteres Level hebt: Bewegtbildcontent zur Markenkommunikation – und zwar vertikal, sprich im Hochformat. In seiner Keynote „Living in a Vertical World“ sprach Jim Squires (Head of Business & Media Instagram) über den immer größer werdenden Trend, Stories und vor allem das neue Instagram TV (Videos bis zu 60 Minuten statt nur 60 Sekunden, Inhalte werden nicht nach 24 Stunden gelöscht) als Branding- und Werbeplattform zu nutzen.

Keine Innovation? Nun ja, dass Instagram das Hochformat nicht neu erfunden hat, ist klar. Aber: Es ist uns vertraut. Wir halten unsere Smartphones 90 % der Nutzungszeit hochkant (72 % der Millenials tun das selbst beim Video schauen). Die Innovation ist eher die Art und Weise wie es Instagram wie (momentan) kein anderes Social Network versteht, Marken- und Werbeinhalte in das Kanalerlebnis der User zu integrieren, ohne dass sie stören. Ob mit kurzen Werbeclips in den Stories, Nutzung der Direct Shopping Funktion (User müssen die App hierzu nicht verlassen) oder komplette Kampagnen für Feed, Stories und IGTV – die Zahlen, die Jim Squires hierzu nennt sind beeindruckend (siehe Video).

[Quelle: DMEXCO/YouTube]

Deutschsprachige Vorzeigemarken in diesem Bereich sind für ihn Lovoo (kurze pregnate Clips in den Stories mit 29 % weniger Kosten als für „traditionelle“ Werbekampagnen), die Drogeriekette dm (DIY Tutorials mit eigenen Produkten) oder DEF Shop (Direct Shopping in Feed oder Stories). Dass diese Inhalte so angenommen werden, liegt an der nativen Einbindung der Ads in Feed und Stories. Durch die beeindruckend treffsichere Ausspielung an die Zielgruppe fügen sie sich nahtlos ein. Das liegt nicht zuletzt am (oft verteufelten) Datenpool von Facebook, der es ermöglicht, die richtigen Inhalte zur richtigen Zeit an richtiger Stelle zu platzieren. Das Ergebnis: Auf keinem anderen Kanal wird Werbung derart akzeptiert wie auf Instagram. Jim Squires ermutigt im Schlusswort seiner Keynote Unternehmen, nicht zu warten, sondern mutig zu sein, auszuprobieren und zu experimentieren.

Wir sind gespannt, auf welche Speaker und Austeller wir uns im nächsten Jahr freuen dürfen. Bis dahin könnt ihr euch durch die Eindrücke der diesjährigen DMEXCO klicken. Viel Spaß! 🙂

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Als rasende Reporter von GM-W waren diesmal für euch Nicole, Thomas, Marina und Timo (v. l. n. r.) unterwegs.

 

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