[nk/mu] „Please disrupt! Digitalisierung und KI – Automatisierungsbeschleuniger in Theorie und Praxis“ – unter diesem Motto kamen auch 2019 rund 250 Gäste nach Karlsruhe im Zentrum für Kunst und Medien (ZKM) zusammen. Grund: Der 7. Online Media Net Innovation Day – kurz: OMN Innovation Day.

Das haben wir von GM-W uns nicht entgehen lassen. Auf der Agenda standen insgesamt 11 Vorträge von 14 Speakern sowie Moderator Jan Doering und Norbert Weckerle, Geschäftsführer von Appollon, die Gastgeber der Veranstaltung waren.

Direkt zu Beginn wurde dem Hauptthema Künstliche Intelligenz im Vortrag von Dr. Sven J. Körner (thingsTHINKING CEO), der zu den führenden KI-Experten in Europa gehört, etwas Magie entzogen. Es sei keine Wunderwaffe, aber eine große Hilfe. Eine große Hilfe, weil für uns schwierige Dinge der KI keine Probleme bereiten. Keine Wunderwaffe aber, da für uns triviale Dinge die KI vor unlösbare Probleme stellen (zumindest bis jetzt).

Ein simples Beispiel: Auf der Grafik sehen wir ein vereinfachtes Auto. Setzen wir die Reihe fort, sehen die meisten von uns wahrscheinlich einen LKW und als Drittes einen Zug oder Anhänger. Nehmen wir an, die Grafik stellte einen Tisch dar, würde die Mehrzahl von uns davon ausgehen, dass die Punkte die Anzahl der Sitzplätze seien.

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Künstliche Intelligenz hingegen hat hier ein riesiges Problem, den Zusammenhang bzw. die Logik dahinter zu erkennen. Dennoch können Maschinen, die über KI verfügen, uns zuarbeiten und uns in Bereichen wie Automatisierung und Personalisierung eine Menge Arbeit abnehmen.

Das Modeunternehmen Orsay, so Niklas Schultes (PIM-Consult/Head of Marketing), ist auf einem vorbildlichen Weg, online und offline strategisch zu verknüpfen. „Offline“ – also in den Stores – finden Umbaumaßnahmen für dieses neue Konzept statt. In die Spiegel der Umkleidekabinen werden Monitore integriert. Warum? Die Kundin probiert ein Shirt an. Der Schnitt ist super, die Größe stimmt, nur in Rot gefällt es ihr nicht. Vielleicht doch eher rosé? Schade, leider nicht verfügbar. Nun kommt der Monitor ins Spiel: Das Shirt kann einfach gescannt und in einer anderen Farbe oder Größe direkt online im Shop bestellt werden.

Genauso funktioniert auch die umgekehrte Vernetzung: Im Onlineshop bestellen, es im Store in der Nähe anprobieren und direkt mitnehmen – Click & Collect. Auch Upselling ist so möglich. Durch die Personalisierung der Kundin kann im Store vor der Abholung direkt die passende Hose herausgesucht und ihr bei Abholung  dazu empfohlen werden. Ein Vorteil für beide Seiten.

Auch im Printbereich ist die Vernetzung und Digitalisierung längst angekommen. So setzt der schwedische Möbelriese IKEA z. B. auf ein Media Production Hub, was PIM- und MAM-System und festgelegte Workflows vereint. Hier sind alle Produktdaten (Bilder, Beschreibungstexte, Übersetzungen) gespeichert und können als Katalogseiten mit hinterlegten Layouts ausgegeben werden – der IKEA-Katalog. 😉 Aus dem selben System lassen sich gleichzeitig auch Daten für den Online-Katalog, den Webshop und Social Media ausspielen. Alle befugten Mitarbeiter haben global Zugriff darauf. Das bedeutet eine enorme Arbeitserleichterung und Kostenreduzierung.

Auch wir von GM-W nutzen festgelegte Workflows für unsere Kunden sowie PIM- und MAM-Systeme. Über letztere findet ihr weitere Infos in unserem Artikel Ein MAM für alle Fälle.

Insgesamt bieten solche Automatisierungsbeschleuniger KI und Digitalisierung dem Marketing viele neue Möglichkeiten und sparen uns Zeit, die wir anderweitig sinnvoller nutzen können. Auch wenn manche diese Innovation als Jobkiller sehen: wie schon vorher beschrieben, wird uns KI nie ganz ersetzen können. Denn sie richtet sich nach Schemen, Mustern, Algorithmen – kreativ sein müssen wir immer noch selbst und das ist auch gut so!

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Prof. Dr. Klemens Skibicki zum Thema Digitale Transformation, warum wir uns zunächst gegen Neues sträuben und weshalb wir mutiger sein sollten, Altes loszulassen.

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